Langfristig gepflegte Wohnflächen wirken nicht nur ansprechend, sie schützen auch vor allem den Wert einer Immobilie. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um selbstgenutztes Wohneigentum oder vermietete Objekte handelt. Materialauswahl, Pflege und vorausschauende Entscheidungen beeinflussen sowohl die Nutzung als auch die Kostenentwicklung.
Ein Blick auf die Innenräume: Qualität, Pflege und Kosten
In Innenbereichen werden Materialien oft hauptsächlich nach optischen Kriterien gewählt. Die Erfahrung zeigt aber grundsätzlich, dass Nutzung und Langlebigkeit stärker ins Gewicht fallen. Ein Vergleich zwischen hochwertigen und einfachen Materialien über den gesamten Lebenszyklus hinweg ist hier sinnvoll. Robustere Lösungen verursachen zwar höhere Anschaffungskosten, reduzieren aber spätere Aufwände für Austausch, Reparatur oder Reinigung. Zu den wichtigsten Bereichen im Innenraum zählen folgende:
- Bodenbeläge
- Küchenarbeitsflächen
- Bäder und Feuchtbereiche
- Türen und Wandflächen
Für Böden haben sich strapazierfähige Oberflächen wie Vinyl, Feinsteinzeug oder auch geöltes Holz bewährt. Die Entscheidung hängt jedoch immer auch stark von der Nutzung ab. In Eingangsbereichen oder Fluren wird Material natürlich um einiges stärker beansprucht als beispielsweise im Schlafzimmer. In Feuchtbereichen sollte die Wasseraufnahme und Fleckenbeständigkeit berücksichtigt werden, um vorzeitigem Verschleiß vorzubeugen. Betrachtet man die Kosten über die Jahre, kann man durch gezielte Materialwahl sparen.
Außenflächen: Materialien für Terrasse, Wege und Sitzbereiche
Im Außenbereich kommen ganz andere Faktoren ins Spiel: Witterung, UV-Strahlung, Frost und Feuchtigkeit. Diese Belastungen beanspruchen Terrassenbeläge, Gartenwege oder Balkonflächen deutlich stärker als Innenmaterialien. Wer hier spart, zahlt später oft mehrfach, entweder durch Austausch oder durch intensive Pflege. Zu den verbreiteten Belägen gehören unter anderem:
- Holz
- Naturstein
- Keramikplatten
- Betonwerkstein
- Verbundwerkstoffe
Holz überzeugt natürlich immer durch eine warme Optik, benötigt allerdings auch eine sorgfältige und regelmäßige Behandlung. Naturstein ist langlebig, jedoch ein wenig kostenintensiver und abhängig vom Unterbau. Keramikplatten bieten eine glatte Oberfläche, sind frostbeständig und pflegeleicht.
Verbundmaterialien wie zum Beispiel WPC gewinnen als Terrassendielen immer mehr an Bedeutung. WPC ist witterungsbeständig, formstabil und splittert nicht. Dadurch eignet es sich für Bereiche, die oft barfuß genutzt werden oder stark der Witterung ausgesetzt sind. Ein weiterer Vorteil liegt im Pflegeaufwand, der bei WPC geringer ausfällt als bei vielen anderen reinen Hölzern.
Einsparmöglichkeiten, ohne dass die Qualität leiden muss
Einsparpotenziale entstehen oftmals dort, wo die Planung, die Materialwahl und das Timing zusammentreffen. Dazu zählen unter anderem:
- Auswahl nach Nutzung statt TrendModezyklen sind kurz, Nutzungskriterien bleiben stets konstant. Materialien, die zu Haushalts- oder Außenanforderungen passen, ersparen spätere Renovationen.
- Wartung vor AustauschViele Oberflächen lassen sich reparieren oder aufarbeiten. Schleifen, ölen oder versiegeln kostet um einiges weniger als kompletter Austausch.
- Bündelung von GewerkenWer mehrere Arbeiten gemeinsam vergibt, reduziert letztlich die Aufbaukosten, Anfahrten und Stillstandzeiten.
- Restbestände und LagerwareGroßhändler bieten regelmäßig Lagerbestände an, die preislich deutlich unter der Neuware liegen. Für Balkone oder Terrassen spielt dies eine große Rolle, weil Flächen meist klar bemessen sind.
Wie eine gute Planung letztlich den Immobilienwert stärken kann
Gut gepflegte Flächen schaffen langfristig gesehen also nicht nur Wohnqualität, sie wirken sich auch positiv auf Verkauf und Vermietung aus. Interessenten beurteilen Immobilien nach optischem Zustand, Pflegeaufwand und Folgekosten. Ein Objekt mit langlebigen Innenmaterialien und einer Terrasse, die langfristig nutzbar bleibt, erzielt bessere Marktwerte. Für den Innen- und Außenflächen sind letztlich also Planung, eine durchdachte Materialwahl und ein realistischer Blick auf Nutzung und Pflege wichtig. Wenn der gesamte Lebenszyklus von Oberflächen betrachtet wird, spart man auf lange Sicht Kosten und vermeidet zudem auch noch aufwändige Sanierungen. Vor allem für Eigentümer zahlt sich dieser Ansatz doppelt aus, weil die Immobilie attraktiv bleibt und ihren Wert behält.